Jubel, Trauer, Hoffnung – 2009 war ein bewegtes Jahr für den Irak. Abzug der Truppen, Milliardenprojekte für den Wiederaufbau, Wahlen in Kurdistan, Attentate und Erdöl-Auktionen. Lesen Sie in der WPI-Jahres-Chronik die größten Schlagzeilen eines politischen Jahres
Es war ein Jahr der Reisen und des Redens. In den Städten verließen die Koalitionstruppen ihre Stellungen. Durch das gesamte Land zogen Delegationen aus allen Industrienationen. Deutschland, Frankreich, Großbritannien, USA, Italien, Japan, China, Portugal, Norwegen, Schweden, Australien und Südkorea vertieften ihre diplomatischen Beziehungen. Irakische Politiker bereisten die Welt. Immer dabei: ihre Projektlisten für den Wiederaufbau. In Bagdad, Arbil und Basra eröffneten fast monatlich neue Konsulate und Botschaften ihre Pforten.
2009 war das Jahr, in dem der Irak in der Weltgemeinschaft ankam. Und die Staatengemeinschaft bemühte sich, die junge Nation so verbindlich und so schnell wie möglich einzubinden. Denn 2009 war auch das Jahr, in dem der Terror der Attentate sich immer mehr nach innen richtete. Die Bomben richteten sich auf Regierungsgebäude und Ministerien, und damit auf die politische Verfassung des Landes.
2009 war das Jahr der Bewegung.
Das nächste Jahr, das Wahljahr 2010 aber wird das Schicksalsjahr des Iraks.
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