Alltag / Kolumne

Im Irak ist es nicht nur erlaubt zu rauchen, es scheint sogar zum guten Ton zu gehören. Zumindest für die Männern der Nation. Ob im Taxi, im Restaurant, in der Shopping-Mall oder auch in einem beliebigen Büro eines Ministeriums: Immer und überall wird geraucht. Und niemand beklagt sich. Denn die Nichtraucher sind in der klaren Minderheit. Die irakische Gastfreundlichkeit will es sogar, dass dem Besucher nicht nur Wasser, Tee und Süßigkeiten gereicht werden, sondern auch Zigaretten. Die am häufigsten angebotene Marke ist Marlboro. Wobei Marlboro nicht gleich Marlboro ist. Mal erhält man die Schachtel für 750 (umgerechnet 45 Eurocents), mal für 1500 und am Flughafen sogar für ungefähr 2000 Irakische Dinar. Wer sich verwundert an den Händler wendet, wird oft auf das Herkunftsland verwiesen. Die für 1500 Dinar kommen aus der Türkei, sie sind außerhalb des Duty- Free-Reiches die teuersten. Die günstigste Variante mit 750 Dinar stammt aus dem Libanon, sie kostet genauso viel wie eine Packung der irakischen Zigarettenmarke Prestige. Doch egal, wie viel Geld man im Irak in Rauchwaren investiert – eines ist auch dort garantiert: Am Ende geht der Spaß auf Kosten der Gesundheit.
Was kostet im Irak…Lesen Sie auch die anderen Teile:
+ …Resataurantbesuch?
+ …eine Flasche Gas?
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Maral Jekta und Henrik Ahrens leben und arbeiten in Erbil. Neben ihrer Arbeit für die Wirtschaftsplattform Irak beziehungsweise an der Media Academy Iraq genießen sie das irakische Leben in vollen Zügen. Welchen Preis das hat? Darüber berichten die zwei in ihrer wöchentlichen Kolumne: Was kostet im Irak...?
Foto: Maral Jekta (WPI)











