Alltag / Kolumne

Im Irak wird immer mehr Geld für die äußere Erscheinung ausgegeben und vom Schuh bis zum Scheitel in Frisur, Gesichtspflege und Make up investiert. Das war nicht immer so. Jahrzehntelanger Krieg und Embargo haben Eitelkeit zu einer Nebensache werden lassen. Jetzt scheint das Geschäft mit der Schönheit zu boomen. In christlichen Stadtteilen ist an jeder Ecke ein Kosmetikstudio zu finden und hier wird geschnitten, geföhnt und gezupft, was das Zeug hält. Zwar haben sich Begriffe wie „Landing Strip“ und „Brasilian Waxing“ noch nicht durchgesetzt, doch gewaxt wird trotzdem. Besonders gefragt sind vor allem Permanent Make Up-Behandlungen und Maniküren inklusive extravaganter Nagelmodellagen mit Glitzersteinchen. Die Pflegeprodukte und -methoden sind zwar nicht mit denen in europäischen Studios zu vergleichen, die Preise sind es dafür umso mehr. Mani- und Pediküre kosten zwischen 20 und 30 US- Dollar, je nachdem, ob der Nagel nur einer French-Maniküre unterzogen wird oder ein Mustermix aus Farben und Formen verpasst bekommt. Und wie in Europa gilt auch hier: Die Schönheit liegt im Auge des Betrachters.
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Maral Jekta und Henrik Ahrens leben und arbeiten in Erbil. Neben ihrer Arbeit für die Wirtschaftsplattform Irak beziehungsweise an der Media Academy Iraq genießen sie das irakische Leben in vollen Zügen. Welchen Preis das hat? Darüber berichten die zwei in ihrer wöchentlichen Kolumne: Was kostet im Irak...?
Foto: Maral Jekta (WPI)











