Aktuelle Tiefbauprojekte
21.09.2010  | Lilli Oberndorfer   

Branchen / Bauindustrie
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Die irakische Regierung plant große Investitionen im Straßen- und Brückenbau, im Wasser- und Kanalisationsbau, in dem Ausbau von Flughäfen sowie dem Aufbau eines landesweiten Schienennetzes. Ein Überlick über laufende und anstehende Tiefbauprojekte

1. Straßen
2. Brücken
3. Wasser, Kanalisation, Kanäle, Dämme
4. Schienennetz und Flughäfen
5. Kommunikationsinfrastruktur


1. Straßen

 

Bagdad

Straßenbau: Bagdad investiert 45 Millionen EuroDie Stadtverwaltung der irakischen Hauptstadt Bagdad hat knapp 45 Millionen Euro für die Sanierung der Verkehrsinfrastruktur bereitgestellt. Das Projekt, das Teil eines Regierungsvorhabens zur regionalen Entwicklung ist, umfasst die Sanierung bestehender Straßen in Bagdad sowie den Bau neuer Brücken und Tunnel, die Verkehrsknotenpunkte miteinander verbinden. (02.07.2010; Aswat al-Iraq)

 

137 Millionen Euro für das Straßennetz

Die Stadtverwaltung von Bagdad stellt für das Jahr 2009 umgerechnet mehr als 137 Millionen Euro für die Sanierung des Straßennetzes in der Hauptstadt bereit. (12.03.2009, Aswat al-Iraq)

 

Startschuss für Sadr-City-AufbauprojektDie erste Phase des Wiederaufbauprojekts im Bagdader Stadtteil Sadr City läuft bald an. Das irakische Kabinett hat beschlossen, dafür 560 Millionen Euro aus dem Budget für 2010 bereitzustellen. Dabei handelt es sich um Vorhaben zum Wiederaufbau und zur Entwicklung des östlichen Stadtteils Sadr-City und der al-Rasheed-Straße im Stadtzentrum im Rahmen des Projekts 10x10, das Investitionen von zehn Milliarden US-Dollar (sieben Milliarden Euro) in einem Zeitraum von zehn Jahren vorsieht. (29.07.2009; Ame Info / Aswat al-Iraq)

 

Südirak

Neue Straße zum Hafen Umm QasrDie Weltbank wird die längst überfällige Sanierung der Straße zwischen dem Hafen Umm Qasr und der Stadt Basra finanzieren. Die Arbeiten sollen von einem dänischen Unternehmen in Kooperation mit einer irakischen Firma ausgeführt werden und in Kürze beginnen. (11.05.2010; Aswat Al-Iraq)

 

Bessere AutobahnanbindungDie Regierung der Provinz Wasit hat mit einer lokalen Firma einen Vertrag über den Bau einer ringförmigen Umgehungsstraße um die Provinzhauptstadt Kut abgeschlossen. Die Stadt liegt etwa 180 Kilometer südöstlich von Bagdad. Ziel des Projekts ist es, durch die Ringstraße die Autobahn Kut–Bagdad mit der Autobahn Kut–Amara zu verbinden. Die Straße soll achtzehn Kilometer lang und zwölf Meter breit werden und kostet rund 55,7 Millionen Euro. Die Bauzeit soll 900 Tage betragen. (23.02.2009, Aswat al-Iraq)

 

Region Kurdistan-Irak

Neue Straßentunnel für SulaimaniyaEin türkisches Unternehmen hat am vergangenen Dienstag begonnen, den ersten von fünf Straßentunneln in der Stadt Sulaimaniya zu bauen. Die Arbeiten am ersten Tunnel sollen in 90 Tagen abgeschlossen sein. Die Kosten für die Bauvorhaben belaufen sich auf knapp 6,6 Millionen Euro. Die Tunnel sind Teil strategischer Verkehrsprojekte der Regionalregierung, die das Stauproblem in der Stadt lösen sollen. (10.08.2009; PUK Media)

 

Türkische Firma erhält Millionenauftrag für AutobahnbauEine türkische Firma wird die 51 Kilometer lange Kori-Shaqlawa-Qandil-Autobahn bauen, die die Stadt Arbil und den Bezirk Shaqlawa im Nordosten der Provinz verbindet. Das Projektvolumen beträgt 130 Millionen Euro. Die Arbeiten werden in den nächsten Tagen beginnen. (11.01.2010; Aswat al-Iraq)

 

2. Brücken

 

Nordirak Dorsch Gruppe saniert EisenbahnbrückeDie Dorsch Gruppe hat den Auftrag erhalten, eine Eisenbahnbrücke im Nordirak wiederaufzubauen. Die 1000 Meter lange Fatha-Brücke über den Tigris in der Nähe der Stadt Baji wurde im letzten Golfkrieg schwer beschädigt. Laut Vertrag wird die Dorsch Gruppe ein Konzept für die Sanierung erstellen und die Arbeiten koordinieren, die durch die staatliche irakische Eisenbahngesellschaft vor Ort ausgeführt werden. (20.11.2009; Dorsch Gruppe)

 

Südirak

Brücken für die PilgerFür 5,41 Millionen Euro sollen in der Stadt Kerbala zwei neue Brücken entstehen. Ziel dieser Baumaßnahme ist es, die Zahl der Verkehrsstaus in der etwa 110 Kilometer südwestlich von Bagdad gelegenen Stadt zu reduzieren. Kerbala ist die von Schiiten am meisten verehrte Stadt im Irak. Jährlich wird sie von Millionen schiitischer Pilger besucht. (05.02.2009, Aswat al-Iraq)

 

Vierspurige Brücke für NassiriyaDie al-Qithara-Brücke in Nassiriya wird 600 Meter lang, sechzehn Meter breit und vierspurig. Sie kreuzt mit der neuen al-Nabi Ibrahim Street. Der Bau wird bereits seit Juni 2008 von einer lokalen Firma ausgeführt und soll noch 24 Monate dauern. Nassiriya ist die Hauptstadt der Provinz Dhi Qar und liegt rund 360 Kilometer südlich von Bagdad. (09.02.2009, Aswat al-Iraq)

 

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Der Nord- und Südteil von Amara wird verbundenDie 600 Meter lange und 28 Meter breite Betonbrücke wird über den Tigris gehen und soll den Nord- und den Südteil der Stadt Amara miteinander verbinden. Laut Angaben der lokalen Baufirma soll die Bauzeit an der Qitaa-Brücke ca. 48 Monate betragen. Amara ist die Hauptstadt der Provinz Maysan und liegt knapp 400 Kilometer südöstlich von Bagdad.
(23.02.2009, Aswat al-Iraq)

 

 

3. Wasser, Kanalisation, Kanäle, Dämme


Landesweit Wasserministerium will 45 Dämme bauenAm gestrigen Donnerstag verkündete das Wasserministerium, dass es einen Fünfjahresplan entwickelt hat, der den Bau 9 großer und 36 kleiner Staudämme vorsieht. Es stehen mehrere Milliarden Euro zur Umsetzung des Plans bereit. Die Dämme sollen die Kontrolle über die im Irak knappe Ressource erleichtern und über Generatoren eine Leistung von 2900 Megawatt erzeugen. (28.05.2010; AK News)

 

Japan gibt Milliardenkredit für InfrastrukturprojekteUmgerechnet 2,7 Milliarden Euro Kredit gewährt Japan dem Irak für die folgenden drei Projekte: ein Abwasserprojekt in Bagdad, ein Wasserbauprojekt in Kurdistan und ein Kraftwerksbau im Süden – die South Power Station. (Siehe auch aktuelle Industriebauprojekte) (05.02.2009, Aswat al-Iraq)

 

Bagdad

Kanalisationsprojekte für 391 Millionen EuroDie Stadt Bagdad hat Verträge im Wert von 391 Millionen Euro für Abwasserprojekte abgeschlossen. Allein eine Pipeline mit Pumpstation kostet mehr als 45 Millionen Euro. Das Projekt kommt vor allem dem Ost-Bagdader Ort Rasafa und den anliegenden Vierteln Shaab, Sadr City und Bagdad al-Jadida zugute. (21.01.2009, Aswat al-Iraq)

 

Südirak

Neues Wasserwerk für HusseiniyyaIm Husseiniyya-Distrikt rund zwanzig Kilometer nördlich von Kerbala wurde ein Wasserwerk mit einem Wassernetz von drei Kilometern Länge errichtet. Der Bau kostete umgerechnet 217 Millionen Euro und wurde von einer lokalen Firma ausgeführt. Das Wasserwerk versorgt heute 30.000 Menschen, die davor von der Trinkwasserversorgung abgeschnitten waren. (21.02.2009, Aswat al-Iraq)

 

Hafen Umm Qasr: Eröffnung des Terminals Nr. 4Das modernisierte Terminal Nr. 4 des Hafens Umm Qasr wird in den nächsten Tagen eröffnet werden. Am vergangenen Montag hat das französische Reederei-Unternehmen CMA CGM die Arbeiten abgeschlossen, die auch die Einführung eines Kamera- und Computersystems für eine effizientere Be- und Entladung umfassten. (29.04.2010 Aswat Al-Iraq)


Großhafen Fao: Italiener erhalten ZuschlagEin Konsortium italienischer Firmen unter der Führung der Unternehmen Impregilo und Technital hat den Zuschlag für die Projektleitung der Bauarbeiten am Grand Fao Port erhalten. Baubeginn ist in einem Monat, die erste Bauphase wird in drei Jahren abgeschlossen sein. Der Hafen wird laut Plan über 100 Docks und eine jährliche Umschlagskapazität von knapp 100 Millionen Tonnen verfügen. Das Vorhaben mit einem Gesamtvolumen von 3,4 Milliarden Euro soll in zwei Phasen bis 2028 fertiggestellt werden. (13.04.2010; reuters / AFP)

 

Sauberes Trinkwasser für die Stadt BasraIn der Nähe der Stadt Basra ist mit dem Bau von drei Trinkwasseranlagen begonnen worden. Das Projekt kostet 273 Millionen Euro. Die Gesamtkapazität der Anlagen beträgt 1.200 Kubikmeter pro Stunde. (22.02.2009, Aswat al-Iraq)


Deutsch-Kuwaitisches Unternehmen investiert im Hafen Umm Qasr
Bagdad Das deutsch-kuwaitisches Joint Venture Global und die französische Firma CMA investieren in zwei Kaianlagen im Hafen Umm Qasr. Eine irakische Firma die beiden Kais und eine Containerladestation mit Kosten in Höhe von knapp neun Millionen Euro bauen. Gleichzeitig plant die irakische Regierung einen großen Hafen, den Gand Port of Basra, der im Gegensatz zu den alten Hafenanlagen ausschließlich in irakischen Gewässern liegt. (13.07.2009, Aswat al-Iraq)


Neuer Pier und Uferdamm für den Hafen Umm Qasr
Das US Army Corps of Engineers (USACE) steht kurz vor der Fertigstellung eines Piers und Uferdamms für den Hafen Umm Qasr. Die Kosten des Projekts belaufen sich auf 42 Millionen Euro. (19.02.2009, MEED)


Irak baut neuen Hafen und Pipelines für ÖlexportDas irakische Ölministerium plant den Bau eines schwimmenden Ölexporthafens zwischen denHäfen Basra und Khor Al-Amiya sowie Pipelines in die Türkei und an die Mittelmeerküste Syriens. Mit dem Bau des Hafens wurde ein russisches Unternehmen beauftragt. Bereits im Laufe dieses Jahres soll er an das bestehende Pipelinenetz angebunden und fertig gestellt sein. An jedem seiner drei Kais können dann täglich 500.000 Barrel Rohöl verschifft werden. Mit dem Bau der Pipeline zwischen der nordirakischen Stadt Kirkuk und der syrischen Hafenstadt Baniyas wurde ebenfalls eine russische Firma betraut. Bereits im Mai 2009 hatte das Unternehmen den entsprechenden Vertrag unterzeichnet. (09.02.2010; Al-Sumaria News)

 

Föderale Region Kurdistan-Irak

Wasseraufbereitungsanlage in Soran / Arbil eingeweiht Gestern wurde eine Wasseraufbereitungsanlage im Distrikt Soran im Norden der Region eingeweiht. Die Anlage hat eine Kapazität von 2351 Quadratmetern und ist zu 100% computergesteuert. Das über 20 Millionen Euro teure Werk wurde von einer türkischen Firma errichtet. (21.07.2009, PUK Media)

 

Das Fünf-Dämme-ProjektDas kurdische Ministerium für Wasserressourcen plant den Bau von fünf großen Dämmen in der Föderalen Region Kurdistan-Irak. Derzeit werden die Konstruktionspläne angefertigt. Ob schon Firmen für den Bau unter Vertrag genommen wurden oder ob es noch Ausschreibungen geben wird, ist unklar. Bei den fünf geplanten Dämmen handelt es sich um:

  • den Daize-Damm nordöstlich von Dahuk mit einer geplanten Höhe von fünfzehn Metern und einer Kapazität von 158.000 Kubikmetern
  • den Litan-Damm nordwestlich von Arbil mit einer Höhe von 35 Metern und einer Kapazität von 2,23 Millionen Kubikmetern
  • den Bistana-Damm südwestlich von Arbil mit einer Höhe von achtzehn Metern und einer Kapazität von 220.000 Kubikmetern
  • den Drash-Damm im Kreis Saladin in der Provinz Arbil mit einer Höhe von achtzehn Metern und einer Kapazität von 363.000 Kubikmetern
  • den Shadala-Damm über den Fluss Shramaja im Nordosten der Provinz Sulaymaniya. Über diesen geplanten Bau liegen keine Angaben zu Höhe und Kapazität vor. (18.01.2009, PUKmedia)

 

Nordirak

Grundsteinlegung für StaudammAm Montag wurde in der Nähe der nordirakischen Stadt Kirkuk der Grundstein für den 50 Millionen Euro teuren Khassa Jay-Staudamm gelegt. Das Bauwerk soll 40 Milliarden Kubikmeter Wasser aus dem Fluss Khassa Jay stauen, um die Bewässerung landwirtschaftlicher Flächen in der Region Taza über das gesamte Jahr zu ermöglichen. Den 60 Meter hohen und über 2000 Meter langen Damm baut ein türkisches Unternehmen. Die Bauzeit soll 40 Monate betragen. (02.11.2009; Aswat al-Iraq)

 

4. Schienennetz und Flughäfen

 

Landesweit

500 Millionen Euro Etat für die Verkehrsinfrastruktur

Die irakische Regierung stellt umgerechnet knapp 500 Millionen Euro für den Aufbau der Verkehrsinfrastruktur bereit. Welche Projekte gefördert werden, ist noch unklar. Wahrscheinlich werden die Gelder unter anderem für die Erweiterung der Schienenstrecke Bagdad–Anbar verwendet, um wichtige Industriegebiete mit der Hauptstadt zu verbinden. (18.02.2009, MEED)

Deutsche Bahn hilft bei Aufbau des irakischen SchienennetzesDie Deutsche Bahn AG verhandelt mit dem irakischen Transportministerium Möglichkeiten einer Kooperation zum Wiederaufbau und Betrieb des irakischen Schienennetzes. Bei dem Projekt soll es vor allem um den Aufbau des Güterschienenverkehrs gehen. Zu einem späteren Zeitpunkt soll möglicherweise der gemeinsame Betrieb des Schienenverkehrs mit irakischen Partnern anvisiert werden. Über die Höhe des Projektvolumens wurde noch nichts bekannt. Laut dem Nachrichtenmagazin „Spiegel" wird Bahnchef Rüdiger Grube in letzten Juniwoche mit dem irakischen Verkehrsminister Amir Abd al-Dschabir Ismail die Eckpunkte einer Kooperation vereinbaren. (22.06.2009AFP)

 

Bagdad

60 internationale Bewerber für RingbahnprojektFür den Bau einer Ringeisenbahn um Bagdad haben sich mehr als 60 ausländische Firmen bei dem irakischen Verkehrsministerium beworben. Das Projekt sieht vor, das Schienennetz um Bagdad für mehr als 2,1 Milliarden Euro zu erweitern. Die Ringbahn soll die Eisenbahnlinien, die in die Provinzen führen, besser miteinander verbinden. In Bagdad selbst sind außerdem zwei große Passagierbahnhöfe geplant; außerhalb der Stadt zusätzlich ein zentraler Güterbahnhof. Der Bau wird wahrscheinlich vier Jahre dauern. (19.04.2010 Aswat Al-Iraq)

 

Dorsch will Bagdads U-Bahn bauenAcht ausländische Konzerne konkurrieren um den Auftrag für die Modernisierung der U-Bahn Bagdads in Höhe von ca. 2,5 Mrd. Euro, darunter auch die Dorsch-Gruppe aus Offenbach. Sie tritt in einem Konsortium zusammen mit der britischen Halcrow- und der finnischen Poyry-Gruppe an. Die erste Strecke wird eine Länge von 21 Kilometern mit 21 Stationen haben. Die zweite Trasse verbindet 20 Stationen über eine Strecke von 18 Kilometern. (27.05.2010; Reuters/AME Info) 

 

Bagdader Metro-Projekt unter französischer LeitungDie Bagdader Stadtverwaltung hat den ersten Auftrag für das U-Bahn-Bauprojekt in der irakischen Hauptstadt vergeben. Das französische Unternehmen Systra soll nach Angaben des Bagdader Bürgermeisters Sabir Al-Issawi die Aufsicht und Koordinierung des Projekts übertragen bekommen. Ein entsprechender Vertrag soll in Kürze unterzeichnet werden. Die anderen Unternehmen, darunter RMS aus Deutschland, sowie andere aus Russland, Südkorea und den USA, die Ende Oktober vergangenen Jahres in die engere Auswahl kamen, haben nun die Möglichkeit ihre letzten Gebote einzureichen. Das Projekt sieht den Bau von zwei U-Bahnlinien mit 18 und 21 Kilometern Länge vor. Die Gesamtkosten werden momentan auf rund 2,5 Milliarden Euro geschätzt. (15.02.2010; Aswat Al-Iraq)

 

Südirak

Kanadier liefern Schwebebahn für NadschafDas kanadische Ingenieurskonsortium TransGlobim International hat einen Vertrag mit der südirakischen Stadt Nadschaf über den Bau einer Schwebebahn geschlossen. Das Projekt mit einem Volumen von 200 Millionen Euro sieht eine zweibahnige Hochbahn mit einer Länge von 37 Kilometern vor. Zunächst soll die Bahn innerhalb der Stadt verkehren, in einer späteren Phase soll sie Passagiere zwischen dem Flughafen Nadschaf und dem Stadtzentrum befördern. (28.06.2010; AFP)

 

Erweiterung des Flughafens

Das irakische Verkehrsministerium und ein amerikanisches Planungsteam wollen den Flughafen Bagdad erweitern. Dabei sollen auch sechzehn neue Siedlungen in der Nähe des Flughafens entstehen. Die Kosten dafür belaufen sich voraussichtlich auf 39 Milliarden Euro. (24.02.2009, Aswat al-Iraq)

 

Irak plant Ausbau des Flughafens BagdadNach Angaben des Vorsitzenden der irakischen Flugbehörde Adnan Blebil soll der Flughafen Bagdad um drei neue Terminals sowie einen Cargo-Bereich erweitert werden. Zusätzlich sind weitere Infrastrukturprojekte am Flughafen wie eine Zugverbindung ins Stadtzentrum, ein Kongresszentrum sowie eine Luftfahrtakademie geplant. Dafür sucht die Regierung weltweit nach Investoren. (20.05.2010; Gulf News)

 

Französische Firma plant neuen FlughafenDer französische Flughafenbetreiber Aeroports de Paris wird die Planung des neuen internationalen Flughafens in Bagdad übernehmen. Das Unternehmen unterzeichnete diesbezüglich einen Vertrag mit dem irakischen Transportministerium in Höhe von knapp 29 Millionen Euro. Der Flughafen soll zwischen Bagdad, Kerbela, Nadschaf und Hilla gebaut werden. Nach Abschluss der ersten Bauphase in drei Jahren können dort pro Jahr fünf Millionen Fluggäste, nach weiteren zwei Jahren 35 Millionen Passagiere abgefertigt werden. (03.11.2009; Reuters)

 

Neuer Flughafen für Salah Ad-DinDie irakische Luftfahrtbehörde hat grünes Licht für den Bau eines weiteren internationalen Flughafens in der nordöstlichen Provinz Salah Ad-Din gegeben. Der Flughafen soll mehr als 100 Millionen Euro kosten und bis 2012 fertig gestellt sein. Nach Angaben der Investitionsbehörde Salah Ad-Din wird der Flughafen dann zwei Millionen Passagiere im Jahr abfertigen können. (11.03.2010; Meed)

 

Grundsteinlegung für Flughafen KerbalaNach Nadschaf bekommt nun auch die benachbarte Stadt Kerbala einen eigenen Flughafen. Bei der Grundsteinlegung für den südlich von Kerbala gelegenen Central Euphrates Airport sagte der irakische Verkehrsminister Amer Abd Al-Jabbar, das Projekt sei sehr wichtig für den Wiederaufbau der Region. Der Flughafen, der in strategisch günstiger Nähe zu Nadschaf und der Provinz Babil liegt, soll 30 Millionen Passagiere pro Jahr befördern. Nach Angaben des Verkehrsministers Amer Abd Al-Jabbar sind mehrere internationale Firmen an der Realisierung des Flughafenprojekts beteiligt. Ein französisches Unternehmen hat den Bauplan für 50 Millionen Euro angefertigt. (03.03.2010; Aswat Al-Iraq)

 

Britische Firmen planen Bau eines Flughafens in SamawaDas britische Unternehmen Invest Paradise hat neben einem Hotelbau Absichtserklärungen für drei weitere Projekte mit einem Gesamtvolumen von über 700 Millionen Euro unterzeichnet. Die Investitionsvorhaben umfassen den Bau eines Einkaufszentrums, die Errichtung einer Fabrik für Natronlauge und den Bau eines internationalen Flughafens in Kooperation mit einer ebenfalls britischen Firma. (24.06.2009; Aswat al-Iraq)

 

Flughafen für DiwaniyaDer Gouverneur von Diwaniya Hakem al-Khuzaai hat heute ein Memorandum of Understanding (MoU) mit dem Unternehmen Ajman aus den Vereinigten Arabischen Emiraten unterzeichnet. „Ajman wird rund 1,4 Milliarden Euro in die Provinz investieren, unter anderem in den Al-Furat al-Aswat Flughafen in Diwaniya, eine Ölraffinerie mit einer Kapazität von 100.000 Barrel pro Tag, eine Zementfabrik und ein Medizinisches Zentrum“, so Al-Khuzaai. Das Unternehmen plane zudem ein 5-Sterne-Hotel, eine Privatklinik mit 400 Betten, ein Sportzentrum und ein neues Wohngebiet. Laut dem MoU wird der Baubeginn 120 Tage nach Unterzeichnung des Abkommens durch die beiden Vertragspartner erfolgen. (28.08.2009; Aswat al-Iraq)

 

Region Kurdistan

Österreichische und russische Firmen wollen Schienennetz bauenDie Regierung der Föderalen Region Kurdistan-Irak plant ein regionales Schienennetz. Österreichische und russische Firmen haben ihre Angebote abgegeben. Die Entscheidung steht noch aus. Angaben zur Höhe der Kosten wurden nicht gemacht. Zum Vergleich: Die Reparatur des irakischen Schienennetzes, die schon 2007 begonnen wurde, kostete umgerechnet 182,7 Millionen Euro. (05.02.2009, MEED)

Ungarische Firma konstruiert Bahnstrecke Kirkuk - SulaymaniyaDas staatliche irakische Bahnunternehmen IRRC hat gestern einen Vertrag mit einer ungarischen Firma über die Planung der Eisenbahnstrecke Kirkuk-Sulaymaniya im Wert von über zwei Millionen Euro unterzeichnet. Die über 100 Kilometer lange Eisenbahnstrecke soll die nordirakische Stadt Kirkuk mit der Stadt Sulaymaniya im Nordosten der Region Kurdistan-Irak verbinden. Die Konstruktion der Bahnlinie soll Geschwindigkeiten von bis zu 200 km/h für Passagier- und 140 km/h für Güterzüge erlauben. (26.06.2009, Aswat al-Iraq)


5. Kommunikationsinfrastruktur

 

Landesweit

Kommunikationsnetz: Koreanische Firma erhält ZuschlagDas südkoreanische Unternehmen LS Cable hat den Zuschlag für einen 70 Millionen Euro schweren Auftrag im Irak bekommen. Der Vertrag sieht die Installation von Kommunikationsinfrastruktur für Internet, Festnetz und Mobilfunk in den größten irakischen Städten bis 2012 vor. (29.07.2009; al-Sumariya TV)

 

Südirak

Finnen vernetzen Stadtverwaltung Eine finnische Firma plant die Installierung eines modernen Internet-Breitbandnetzes in der südirakischen Provinzhauptstadt al-Nassiriya. Über die Namen der Unternehmen sowie die Höhe der Investitionssumme wurde nichts bekannt.Ziel ist die Vernetzung von städtischen Verwaltungseinheiten, Banken und anderen Institutionen zu einer „elektronischen Verwaltung“. (20.07.2009, azzaman)

 

Chinesische Firma bindet Nassiriya an das Internet anIn mehreren Vierteln der Stadt Nassiriya werden derzeit 350 Kilometer Glasfaserkabel verlegt. Die chinesische ZTE Corporation lässt das umgerechnet 3,5 Millionen Euro teure Projekt durch eine irakische Kooperationsfirma ausführen. Die Arbeiten sollen acht Monate dauern und zunächst 17.500 Menschen an das Internet anschließen. In einem zweiten Schritt sollen insgesamt 30.000 Menschen Zugang zum Netz haben. Nassiriya ist die Hauptstadt der Provinz Dhi Qar und liegt 360 Kilometer südöstlich von Bagdad. (08.03.2009, Aswat al-Iraq)

 

Fotos: Ali al-Saadi (AFP/ Getty Images)