Branchenreport Telekommunikation - Teil 1
05.09.2011  | Sören Harms   

Branchen / Telekommunikation
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3. Mobilfunk

Bei allen Klagen über unterbrochene Gespräche, Funklöcher und das fehlende dritte G, geschweige denn das vierte: Die Einführung des Mobilfunks im Irak ist eine einzigartige Erfolgsgeschichte. Wohl nirgendwo sonst haben sich zwei Entwicklungen perfekt ergänzt: der Umsturz eines politischen Systems, das zuvor einen freien Handymarkt strikt verhinderte, zu einem Zeitpunkt, als eine Industrie den Stand der Technik gerade erreicht hatte, um spielend das neue massenhafte Bedürfnis nach Kommunikation zu befriedigen.

Das zeigen die nackten Zahlen: Gab es 2003 erst 300.000 Mobilfunkverträge, waren es gerade mal drei Jahre später 8,7 Millionen; fast jeder dritte Iraker telefonierte schon mobil. Dieser Anstieg hält bis heute an: Ende März 2011 nutzten bereits 23,56 Millionen Einwohner eines der Mobilfunknetze, zehn Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Mit einer Abdeckung von gut 78 Prozent liegt der Irak zwar vor Nachbarn wie Jordanien oder Syrien, aber noch weit hinter Bahrain, Saudi-Arabien, Jordanien und Kuwait, deren Bevölkerung nahezu komplett mit Handys ausgestattet ist. Schon im Jahr 2015 aber, so schätzen Experten, wird das Zweistromland einen Penetrationsgrad von mehr als 95 Prozent erreicht haben.

Anders sieht es in Sachen Standards und Qualität aus. Schon mancher, der mit dem iPhone in den Irak reiste und sich bestens ausgerüstet wähnte, stellte enttäuscht fest, dass er auf 3G-Dienste verzichten muss: UMTS existiert (noch) nicht und dementsprechend auch nicht Highspeed-Datenübertragungswege HSCSD oder HSDPA.

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Zum Vergleich: In Deutschland nutzten im vergangenen Jahr mehr als 21 Millionen Besitzer eines Mobiltelefons 3G-Datendienste, sprich UMTS. Jedes dritte Handy, das hierzulande über den Verkaufstresen gereicht wird, ist derzeit ein Smartphone. Von den 110.000 Funk-Basisstationen in Deutschland sind 40 Prozent UMTS-fähig und erreichen je nach Netzbetreiber bis zu 82 Prozent der Bevölkerung hierzulande – zumeist natürlich die der Städte. Um auch die ländliche Versorgung zu erhöhen, sollen bis Ende des Jahres 4500 LTE-Masten funken.

Für den nächsten Mobilfunkstandard LTE (4G) schwärmt auch Emad Makiya, Chef des größten Mobilfunkanbieters Zain: „Das ist das nächste große Ding!“ Überhaupt wäre die Nachfrage für schnelle mobile Breitbandübertragung im Irak groß, glaubt er: „Irak braucht rasch die 3G-Lizenz – aber natürlich wäre es noch besser, wenn wir gleich von 2G auf 4G übergehen könnten. Die CMC, unsere Regulierungsbehörde, sollte sich bei ihren Kollegen weltweit umschauen, um zu lernen, wie wir Irak nach der dunklen Epoche, durch die wir gegangen sind, rasch auf die nächste Stufe bringen können.“

Eine Stufe immerhin ist erklommen. Im August 2007 wurden die Claims der fernmündlichen Kommunikation im Irak neu abgesteckt, in einem Verfahren ähnlich wie später auch im Ölsektor: Die Iraqi Communications & Media Commission (CMC), eine Art Telcom-Regulierungsbehörde, versteigerte in Amman drei irakweite und zwei regionale Mobilfunk-Lizenzen über jeweils 15 Jahre. Bis dahin war die staatseigene Iraqi Telecommunications and Posts Company (ITPC) der einzige Anbieter für Telefon- und Postdienste. Dass sie dieses Staatsmonopol aufgab, ließ sich die Regierung ordentlich vergüten: Jeweils 1,25 Milliarden US-Dollar waren den drei Gewinnern der Auktion ihre Lizenzen wert.

Die Regierung hat bereits vor einem Jahr die Versteigerung einer vierten Lizenz angekündigt. Nunmehr ist Ende 2011 als Auktionsdatum im Gespräch. Kommunikationsminister Allawi hofft diesmal auf ein Gebot von zwei Milliarden Dollar. Mindestens ein Viertel der Einnahmen werde man direkt auf die IuK-Infrastruktur des Landes verwenden.

Wenn am 25. Oktober die Teilnehmer der „Iraq Telecoms 2011“ die Lobby des Istanbuler Ritz Carlton betreten, werden sie auf den Programmtafeln natürlich die Hauptsponsoren der dreitägigen Konferenz finden: Zain, Asiacell und Korek – bislang die größten Spieler auf dem irakischen Mobilfunkmarkt. Sie alle haben in der Auktion vor fünf Jahren die Lizenz unter der Auflage erstanden, ihren Service bald national auszuweiten.

 

a) Zain Iraq:

Jeder zweite Handybenutzer im Irak telefoniert mit Zains sim-Karten: Das Unternehmen ist mit gut zwölf Millionen Kunden der größte Mobilfunkanbieter des Landes. Zain Iraq hat nach eigenen Angaben mehr als 3000 Beschäftigte und gehört zur kuwaitischen Zain Group, die neben dem Irak und Kuwait auch in Saudi-Arabien, Jordanien, Bahrain und dem Libanon operiert – und außerdem im Sudan. Bis Dezember 2009 hieß der Konzern noch anders: Mobile Telecommunications Company (MTC). MTC hatte 2007 für 1,2 Milliarden US-Dollar den Mobilfunkbetreiber Iraqna erworben (von der ägyptischen Orascom Telecom, die sich damit aus dem Irak zurückzog), mit der eigenen MTC Atheer verschmolzen – und so nach eigenen Angaben auf einen Schlag sieben Millionen Kunden im Irak.

Die Kuwaitis holen sich seit längerem schon Kredite bei der DEG in Köln, der bundeseigenen Deutschen Investitions- und Entwicklungsgesellschaft. So hat die DEG den Aufbau der Mobilfunknetze in mehreren Staaten Afrikas mitfinanziert (erst kürzlich von Zain für neun Milliarden US-Dollar abgestoßen) – und hilft 2011 erstmals auch Zain Iraq mit 35 Millionen US-Dollar. „Mobilfunknetze aufzubauen kostet weniger als ein Festnetz“, heißt es dazu in Köln. „Darin liegt die Chance, auch in weniger entwickelten Gebieten eine Kommunikationsinfrastruktur zu schaffen, die für breite Bevölkerungsschichten zugänglich ist. So können Kleinstunternehmer wie Taxifahrer, Händler oder Bauern, die ihre Ware zum Markt bringen, ihre Kommunikation und damit ihre Geschäftsmöglichkeiten verbessern.“

Der Kredit ist Teil eines 400-Millionen-Dollar-Paketes, das die "Infrastructure Crisis Facility" (ICF) auf sieben Jahre an Zain Iraq vergeben hat. Mit dem Geld will der Konzern bis 2016 vier Millionen Neukunden hinzugewinnen, viele davon in den bislang ärmsten Regionen Iraks, etwa in den Provinzen Anbar, Diala and Salahuddin.

Und Zain drängt noch weiter nach Norden. In Kurdistan erwartet das Unternehmen in diesem Jahr bis zu 18.000 neue Kunden pro Monat. Denn hier hat Zain nach eigenen Angaben in den vergangenen Monaten 100 Millionen Dollar investiert: hat Verkaufsstellen eingerichtet, bietet seine Dienste jetzt auch auf Kurdisch an und installiert Lockangebote. So können Neukunden dort für umgerechnet fünf Eurocent (75 irakische Dinar) pro Minute in alle Netze telefonieren – bei sekundengenauer Abrechnung.

„Wir decken schon 92 Prozent des Landes ab“, sagt ein Zain-Manager. Und Firmenchef Emad Makiya ergänzt, mit dem neuen „One Network Directory Server“ (One-NDS) von Nokia Siemens Networks könne man nicht bloß die Kundendaten-Systeme vereinheitlichen, sondern auch besseren Service anbieten. Bislang habe Zain 4,5 Milliarden Dollar im Irak investiert. Zudem unterstütze man zivilgesellschaftliche Institutionen, so der Konzern. Als Sponsor der Fußball-Nationalmannschaft und des Irakischen Symphonieorchesters hat sich Zain bereits einen Namen gemacht.

 

b) Asiacell:

Der zweitgrößte Mobilfunkbetreiber hat seinen Sitz in Erbil. Asiacell wirbt damit, im Irak „das erste Unternehmen (zu sein), das alle 18 Provinzen abdeckt“, und hat nach eigenen Angaben acht Millionen Kunden. Das entspricht aktuell einem Marktanteil von einem guten Drittel, wäre allerdings weniger als im Frühjahr 2010 mit damals 41 Prozent. Das Kommunikationsministerium zeichnete Asiacell im Frühjahr 2011 als besten Mobilfunkbetreiber im Irak aus.

Gestartet sind die Kurden bereits 1999 in Suleimanya – und damit die GSM-Pioniere im Irak. Schon im Oktober 2003 erhielten sie eine Zwei-Jahres-Lizenz, um die sieben nördlichen Provinzen abzudecken. Und 2007, als sie die nationale Lizenz für die Spektren 900 MHz und 1800 Mhz ersteigerten, besaßen sie nach eigenen Angaben bereits 3,7 Millionen Kunden und 3700 Mitarbeiter. Um das Gebot von 1,25 Milliarden US-Dollar aufbringen zu können, holte sich Asiacell (30%) außerdem QTel (Qatar Telecom, 30%) und die Investmentbank MerchantBridge (40%) mit ins Boot. Offiziell nennt sich das Konsortium Asiacell Communications LLC (ACL).

Asiacell hat 2009 fast 1000 neue Funkmasten aufgestellt und wollte dieses Tempo beibehalten, um sich weiterhin „das größte Telekom-Netzwerk im Irak“ nennen zu können. Seit 2008 hat das Unternehmen einen Millionen Dollar schweren Vertrag mit Nokia Siemens und fährt so sein 2G-System. Die Lücke zu 3G (und seine Kasse) füllt Asiacell mit Serviceangeboten wie Gesundheitsinfos per sms oder sms-to-Facebook, auch die Einführung des Blackberry hat der Betreiber angekündigt.

Asiacell hält in diesem Sommer einen zweimonatigen Kurs für Ingenieurs-, Naturwissenschafts- und Wirtschaftsstudenten an mehreren Universitäten ab. Auch so rekrutiert das Unternehmen künftige Mitarbeiter. Und natürlich wirbt auch Asiacell mit seinem Sponsoring: Das Unternehmen untersützt etwa das Olympische Komitee, den irakischen Fußballverband oder die Garmyan-Universität.

Als Teil seiner Lizenzauflagen soll Asiacell bis Ende August auf eine sekundengenaue Abrechnung umstellen – bezeichnenderweise kam die Aufforderung zugleich von der CMC und von dem Parlamentsausschuss für Kommunikation und Information.

 

c) Korek Telecom:

Korek wurde im Jahr 2000 in Erbil gegründet. Das Unternehmen ist zwar die Nummer Eins in Kurdistan, aber mit fast drei Millionen Kunden nur die Nummer drei im Gesamt-Irak. Es hat mehr als 2500 Mitarbeiter.

Noch ist Korek mehrheitlich in der Hand kurdischer Geschäftsmänner. Doch weil Europa mobilfunktechnisch gesättigt scheint, streben zum Beispiel die Franzosen in neue Märkte – und haben auch nach Korekt die Finger ausgestreckt: Im März 2011 kaufte ein Joint Venture von France Telecom-Orange und dem kuwaitischen Logistiker Agility insgesamt 44 Prozent der Korek-Anteile. 2014 kann France Telecom-Orange die Option ziehen, schrittweise weitere Anteile von Korek und Agility zu erwerben – und so schon zwei Jahre später auf 51 Prozent der Anteile kommen.

Das Unternehmen will das frische Geld und die Erfahrungen der Franzosen nutzen, um seine Lizenzen zu bezahlen, Schulden zu begleichen sowie sein Netz zu verbessern und ausweiten. So hat es auch Aastra als neuen Partner gewonnen und baut nun neue Kundenzentren in Bagdad und Sulimanija, vertreibt Nokia- und Ericsson-Handies und nutzt zum Großteil Prepaid-Systeme: Karten zwischen 5.000 und 60.000 Dinar seien überall erhältlich, sagt das Unternehmen. Ein Anruf in deutsche Netze kostet 30 bis 35 Cent. Und bei Facebook hat Korek mehr als 4000 Freunde.

 

d) Die vierte Lizenz

Als heißer Kandidat auf eine vierte irakweite Lizenz, die voraussichtlich demnächst versteigert werden soll, gilt Emirates Telecom, genannt Etisalat. Das mehrheitlich staatseigene Unternehmen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten (Umsatz fast 32 Mrd. $) pokerte schon um eine Beteiligung an Korek mit und bot parallel zwölf Milliarden US-Dollar für 46 Prozent von Zain. Beide Deals platzten – doch Etisalat hat noch nicht aufgegeben, auf dem irakischen Markt Fuß zu fassen. Experten glauben vielmehr, dass die Scheichs seither auf die vierte Lizenz hoffen. Ein Sprecher des Unternehmens drückt es so aus: „Wir suchen nach jeder Möglichkeit, die sich auftut“.

 

Kritik an den Betreibern

 

Die Lizenzauflagen der CMC im August 2007 sahen vor, dass die Mobilfunkanbieter innerhalb von vier Jahren ein Viertel ihrer Anteile an der Bagdader Börse ISX veräußern müssen. Dieser Zeitpunkt ist nun da. Bislang allerdings ist keines der drei Unternehmen in eine Aktiengesellschaft umgewandelt.

Zwar meldete die kuwaitische Tageszeitung Al-Qabas jüngst, dass Zain Iraq sich jetzt auf den Börsengang vorbereite, 20 Prozent seiner Anteile verkaufen und dafür 80 Millionen US-Dollar erlösen wolle. Doch auch Asiacell hatte schon vor einem Jahr behauptet, „auf einem guten Weg“ zur Börse zu sein.

Entsprechend realistisch bereitet die CMC offenbar bereits Bußgeldbescheide vor – die nächsten, muss man sagen:


+ Im Mai 2009 verhängte die irakische Regierung ein Bußgeld von 18,6 Millionen Dollar gegen Zain, je gut eine Million gegen Asiacell und Korek. Grund: fortdauernder schlechter Empfang. Damit würden die vertraglich geregelten Standards nicht erfüllt. Die Telcos hielten dagegen, der Empfang sei häufig so schlecht, weil US-amerikanische und irakische Sicherheitskräfte Störsender nutzten, um das Zünden von Straßenbomben durch Handys zu verhindern.

+ Anfang 2011 hat die CMC Zain eine Vertragsstrafe von 262 Millionen US-Dollar aufgebrummt: Das Unternehmen habe fünf Millionen SIM-Karten ohne Erlaubnis auf den Markt gebracht. Zain hat Berufung eingelegt.

+ Mitte August 2011 hat eine Mehrheit im irakischen Parlament dafür gestimmt, die drei Mobilfunk-Betreiber sofort zur Kasse zu bitten: Zain solle 803 Millionen US-Dollar zahlen, Asiacell 625 Millionen und Korek 768 Millionen – zahlbar innerhalb eines Monats. Es geht also um Lizenzgebühren und Bußgelder von insgesamt 2,85 Milliarden Dollar. Die Abgeordneten revidierten damit eine Regelung, nach der Zain, Asiacell und Korek die Beträge abstottern konnten. „Die aufgehobene Anordnung“, kommentierte der Wirtschaftsdienst AMEinfo.com, „könnte Befürchtungen von Investoren wieder verstärken, dass unklar ist, wer den Telekommunikations-Sektor regelt.“


Als im Juli Terroristen eine Basisstation in Mosul attackierten, aufgestellt von Asiacell, bat das Unternehmen einmal mehr um staatlichem Schutz für ihre Beschäftigten und die Netze: Der Angriff passe zu Insider-Informationen der Sicherheitskräfte, Terroristen wollten alle Asiacell-Masten in Mosul zerstören. Bereits im Juni habe es zwei Türme in Al Rifai und Al Harmat getroffen. Ohne Schutz für seine Masten – und zwar alle Masten – werde es immer wieder Störungen für die Kunden geben. Die Politiker reagierten unwirsch. „Sicher ist auch die Sicherheitslage daran schuld, dass die Netzabdeckung Löcher aufweist“, sagt etwa Kommunikationsminister Allawi – und schiebt den Schwarzen Peter zurück: „Das Hauptproblem liegt aber in der Infrastruktur der Betreiber, die mit der wachsenden Nachfrage nicht Schritt hält.“

Viele Kunden im Irak sind unzufrieden. Ihre Beschwerden sind Legion: post-paid-Abrechnungen werden nicht zugeschickt, Nummern müssen doppelt gewählt werden, Gespräche reißen willkürlich ab, Werbung und Spam landen in den Textnachrichten, Unbekannte rufen an und wollen Waren aufschwatzen, prepaid-Guthaben werden gestohlen. Von den Apps und Tools und Gadgets eines iPhones ganz zu schweigen, die im 2G-Land Irak nicht funktionieren.

Und dann eben die Abdeckung im Irak. Korek ist weiterhin fast auschließlich im Norden vertreten, das Zain-Netz wiederum reicht trotz aller Investitionen noch nicht bis dort: „Wenn du Zain-Kunde bist und einen anderen Zain-Teilnehmer anrufst, der aber gerade in Kurdistan ist, erreichst du ihn nicht“, jammert einer auf Facebook – dort haben sich längst Anti-Zain-Seiten gegründet. Im Mai solidarisierte sich sogar die Provinzregierung von Diwania und schloss die Zain-Büros für einen Tag.

Denn insbesondere Zain als größter Anbieter steht in der Kritik. Die Vermutung hält sich hartnäckig, dass das Unternehmen, obwohl mit schwacher Abdeckung gegen die Lizenzbestimmungen verstoßend, immer wieder davonkomme, weil örtliche Politiker und Parteien Anteile an Zain besitzen. Wohl auch deshalb werden öffentlichkeitswirksam Strafen gegen die Telcos verhängt. Bislang hat keine der Firmen wirklich eine bezahlt.

 

Foto: Wathiq Khuzaie (Getty Images)