Die Sicherheitslage im Irak ist nach wie vor als instabil zu bewerten. Zwar haben sich in der Vergangenheit einige Regionen beruhigt. Die allgemeine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes für das Land gilt jedoch nach wie vor
Vor Reisen in den Irak wird gewarnt. Deutschen Staatsangehörigen wird geraten, das Land zu verlassen.
Für die Föderale Region Kurdistan-Irak, vor allem die Städte Arbil, Sulaymanya und Dohuk, wird diese Reisewarnung aufgrund einer vergleichsweise besseren Sicherheitslage eingeschränkt.
Für unvermeidbare Geschäftsreisen nach Bagdad gilt, dass diese ausnahmslos nur in als gesichert geltende Bereiche und auf der Basis eines professionellen Sicherheitskonzepts durchzuführen sind.
Trotz einer statistisch verbesserten Sicherheitslage bleibt der Aufenthalt im Irak gefährlich. Bei Anschlägen und Feuergefechten, insbesondere in Bagdad und in den Gebieten nördlich von Bagdad bis nach Mossul und Kirkuk, kommen monatlich immer noch mehrere hundert Menschen ums Leben. Eine besondere Gefährdung geht von Sprengfallen aus, die an Straßenrändern installiert und deren Zünder durch vorbeifahrende Fahrzeuge ausgelöst werden. Zwischen den multinationalen Streitkräften und irakischen Sicherheitskräften auf der einen und unterschiedlichen militanten Gruppen auf der anderen Seite kommt es täglich zu bewaffneten Auseinandersetzungen. Auch wahllose Anschläge durch Selbstmordattentäter finden immer wieder statt. In den an die Föderale Region Kurdistan-Irak grenzenden Städten Kirkuk und Mossul und deren Umgebung bestehen hohe und zunehmende Sicherheitsrisiken. In Mossul kam es im Oktober 2008 zu gewaltsamen Übergriffen gegen dort lebende Christen. Die staatlichen Sicherheitskräfte, die in dreizehn der achtzehn irakischen Provinzen die Verantwortung übernommen haben, sind Berichten zufolge, u.a. wegen eingeschränkter Einsatzfähigkeit und unklarer Loyalitäten, nicht schutzfähig oder -willig. Das Risiko von Entführungen ist unverändert sehr hoch. Ausländer und die sie begleitenden Personen sind in besonderem Maße gefährdet. Im ganzen Land gilt offiziell weiter der bereits 2004 verhängte Ausnahmezustand.
Weiter Informationen zur aktuellen Lage im Irak können auf der Homepage des Auswärtigen Amts eingesehen werden: Auswärtiges Amt Reisewarnung Irak














